Zucht / Der "Deutsche Boxer"

Züchter-verzeichnis
Boxerklub e.V., Sitz München

Züchterin Kirsten Aster

Auszug
"Standard Boxer"

Homepage Boxerklub München e.V.
F.C.I.-Standard Nr. 144 / 09.07.2008 / D
Deutscher Boxer 
Ursprungsland: Deutschland 
Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 01.04.2008
Verwendung: Begleit-, Schutz- und Gebrauchshund
Klassifikation FCI: Gruppe 2; Sektion 2.1 Molosser und doggenartige Hunde. Mit Arbeitsprüfung
Kurzer geschichtlicher Überblick  
Als unmittelbarer Vorfahre des Boxers gilt der Kleine bzw. Brabanter Bullenbeisser. Die damalige Zucht der Bullenbeisser lag meistens in den Händen von Jägern, denen er zur Jagd diente. Seine Aufgabe war es, das von den Hetzhunden getriebene Wild zu packen und festzuhalten, bis der Jäger kam und die Beute erlegte. Für diese Aufgabe musste der Hund ein möglichst breites Maul mit breitem Zahnstand haben, um sich richtig festzubeissen und auch festzuhalten. Jeder Bullenbeisser, der diese Merkmale hatte, war für seine Aufgabe am besten geeignet und kam somit auch zur Weiterzucht, die früher nur nach der Tätigkeit und dem Verwendungszweck erfolgte. So wurde auch eine Zuchtauslese betrieben, die einen breitschnauzigen Hund mit aufgestülptem Nasenschwamm hervorbrachte. 

Warum muss es ein Boxer vom 
Boxer-Klub E.V. Sitz München sein?


Der Boxer-Klub E.V. Sitz München ist einer der ältesten deutschen Rassehundezuchtvereine. Der erste Rassestandard, in dem die gewünschten körperlichen und charakterlichen Eigenschaften beschrieben sind, wurde bereits 1902 erstellt.

Durch die Bemühungen der Züchter wurden die Visionen, die die Rassepioniere bei der Erstellung des Rassestandards hatten, im Laufe der Jahre verwirklicht. Parallel zu der Zucht eines schönen und wesensfesten Boxers sind die Züchter des Boxer-Klubs bemüht, gesunde Hunde zu züchten. Dazu werden die Zuchtbestimmungen des Klubs ständig den neuesten Erkenntnissen der Kynologie angepasst.

Die Zuchttiere des Boxer-Klubs müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

Eine Zuchttauglichkeitsprüfung muß erfolgreich abgelegt werden. Dabei wird das Erscheinungsbild des Boxers auf eine möglichst große Annäherung an den Rassestandard überprüft. Auch eine Wesensüberprüfung gehört dazu. So wird sichergestellt, daß keine ängstlichen und -besonders wichtig- keine aggressiven Tiere zur Zucht verwendet werden.

Auf die Erhaltung des boxertypischen Wesens - gutartig, ausgeglichen, selbstbewußt - wird besonderer Wert gelegt. Eine erfolgreich absolvierte Ausdauerprüfung ist Voraussetzung zur Zuchtverwendung. Dabei muß der Boxer 20 km am Fahrrad laufen. Hierdurch wird die körperliche Belastbarkeit, insbesondere das Herz-Kreislaufsystem und das Skelett, überprüft. Die Gesundheit der Zuchttiere ist ein weiterer Schwerpunkt der Zucht.

Es darf nur mit Boxern gezüchtet werden, die auf vererbbare Herzkrankheiten, Spondylose und Hüftgelenksdysplasie untersucht sind. Leider kann es trotz aller Bemühungen und großer Gewissenhaftigkeit bei der Zuchtplanung passieren, daß das Ergebnis der züchterischen Bemühungen nicht ganz so ausfällt, wie der Züchter es sich gedacht hatte. Es werden zwar die modernsten Zuchtverfahren im Boxer-Klub eingesetzt, aber ein Rest Unberechenbarkeit der Natur bleibt immer.


Autorin:
Inge Gerwin, Ehrenzuchtrichterin und Förderer des BK
übernommen von : https://www.bk-muenchen.de/welpen.html
Eine Hunderasse, mit einer langen Geschichte, alleine hier in Deutschland. Man kennt den Boxer aus dem Alltag, da er in den vergangen Jahren sehr an Beliebtheit bei Familien gewonnen hat.
Der mittelgroße, kurzhaarige Vierbeiner überzeugt durch sein ausgeglichenes und selbstbewusstes Wesen. Damit ist er als unproblematischer und angenehmer Familienhund genauso beliebt, wie auch als zuverlässiger und lernwilliger Begleit-, Schutz- und Arbeitshund, da er zu den anerkannten Diensthundrassen zählt.

Hier die Rassemerkmale im Überblick:
► Schulterhöhe: Rüden: 57-63 cm, Hündinnen: 53-59 cm
► Gewicht: ca. 30 kg
► Farbe: gelb und gestromt, mit oder ohne weiße Abzeichen
FCI-Nr.: 144

Vorgeschichte / Die Zeit der Kelten :
Die Geschichte des Deutschen Boxers beginnt schon bei den Kelten. Man hat durch Funde von Knochen und deren Untersuchung festgestellt, dass die Wurzeln des Boxers 10.000 Jahre zurückreichen. Und die Theorie der Abstammung unserer Hunderassen vom Wolf, ist mittlerweile ebenso wissenschaftlich belegt und nachweisbar.
Im Zeitalter der Kelten gab es zwei Bullenbeißer-Stämme:
➽ Den Großen oder Danziger Bullenbeißer
➽ Den Kleinen oder Brabanter Bullenbeißer
Diese beiden damaligen Rassen sind die unmittelbaren Vorfahren des heutigen Boxers. Aufzeichnungen belegen, dass die damaligen Bullenbeißer-Rassen zu der Zeit schon die typische Färbung aufwiesen.
➽ einfarbig gelb, oder
➽ gestromt.
Allerdings ohne Weißzeichnungen, jedoch mit den verkürzten Schnauzen, dem wohl eindringlichsten Merkmal unserer Samtschnuten. Zur damaligen Zeit wurden diese Hunde hauptsächlich für die Jagd auf Bären und Wildschweinen eingesetzt, aber auch zur Bewachung des Hab und Gut der Besitzer, eigneten sie sich besonders.

Quellenangabe Bild: https://picclick.de/Bullenbei%C3%9Fer-B%C3%A4renbei%C3...
Vorgeschichte / Die französische Revolution

Während der französischen Revolution ging die Zucht des Bullenbeißers für die Jagd stark zurück. Denn selten ließen Besitzer einer Bullenbeißer Hündin diese durch einen Bullenbeißer Rüden decken, da die Zahl der reinrassigen Hunde geschrumpft war.
Aus diesem Grund wurde in den Bullenbeißer die Gattung des Englischen Bulldog eingekreuzt. So erhielt der Vorfahre des Boxers das schwere Gebäude, den massiven aber kurzen Kopf und die weiße Farbe.
Zusätzlich sorgte die Änderung der Verwendungsart der Hunde dafür, dass sie vor dem Aussterben bewahrt wurde. Denn die so gezüchteten Hunde wurden von Metzgern hauptsächlich zum Viehtreiben eingesetzt und weniger für die Jagd.
Quellenangabe Bild: https://www.zooplus.de/.../hundera.../olde-english-bulldogge
Vorgeschichte / ab Ende des 19. Jahrhunderts :

Nachdem der Deutsche Boxer von den Kelten bis heute eine starke Wandlung erlebt hat, sollte zwischen 1860 und 1870 die letzte und finale Wende für die Rasse des Deutschen Boxers eingeläutet werden. Die Freunde Roberth, König und Höppner organisierten 1895 die erste Ausstellung in München für die Rasse „BOXER“.
Den 1. Preis damals erhielt der Hund „Mühlbauer’s Flocki“ und war der erste Zuchtrüde mit einer Eintragung in das Zuchtbuch des Boxer-Klubs, der von oben genannten Freunden im selben Jahr gegründet worden war.
Die Gründung des Boxer-Klubs sorgte für eine Bereinigung der verschiedenen Boxertypen hinein in die Reinzucht. Der starke Einfluss des eingekreuzten Bulldog verhalf dem Boxer zur Verbesserung. Das spannendste ist aber, dass alle Blutlinien unserer heutigen Boxer auf folgenden 4 Hunden beruhen:
Rüden:✤ Wotan 46 ✤ Flock St. Salvator 14
Hündinnen:✤ Mirzel 44 ✤ Meta v.d. Passage 30
1904 wurde dann das erste Stammbuch des Boxers erstellt und der gesunde Hund war sehr beliebt. In das Stammbuch wurde jeder Nachfahre mit der Note LE (lobenswerte Erscheinung = gut) eingetragen.
1905 folgte dann die Erstellung des noch heute existierenden Rassestandards. Wobei zu erwähnen ist, dass die größte Änderung des Standards 1987 erfolgte, nachdem das Kupierverbot für Ohren und Ruten ausgesprochen wurde.
1924, nach langen Diskussionen mit dem FCI (Fédération Cynologique Internationale), der internationalen Vereinigung der Zucht von Rassehunden, wurde der Boxer als Gebrauchshund offiziell anerkannt und somit kam ein weiteres Verwendungsgebiet hinzu. Der Schutzhundesport.

Quellenangabe Bild: https://www.bk-frankenberg.de/infos/der-deutsche-boxer/
Erziehung und Ausbildung :

Die wilden Vorfahren unserer heutigen Hunderassen, lebten in Sozialverbänden, sogenannten Rudeln zusammen. Und das ist bei den Wölfen immer noch so. Meist ist der Anführer das stärkste Tier und alle anderen Mitglieder ordnen sich mit ihren Eigenschaften und Fähigkeiten in die Rangfolge ein.
Auch wenn unsere Vierbeiner heute viele ihrer Instinkte nicht mehr so einsetzen müssen, wie noch zu Zeiten, als sie wild gelebt haben, gibt es zwischen den Wölfen und unseren Hunden immer noch parallelen, deren Existenz man sich bewusst sein muss, wenn man sich dafür entscheidet, einen Hund oder genauer gesagt, einen Welpen zu holen. Damit am Ende des Tages der Alltag mit dem Hund Spaß, Freude und gegenseitiges Vertrauen bringt, gilt es bei der Ausbildung eines Hundes taktisch und konsequent vorzugehen, jedoch immer entsprechend auf das Alter des Hundes abgestimmt.
Ein Welpe zum Beispiel, durchläuft insgesamt sieben verschiedene Phasen in seinem ersten Jahr, die entscheidend, und von der Natur gewollt sind. Denn in freier Wildbahn kommt alles zu seiner Zeit. So ist es natürlicher Instinkt der Jungtiere lernwillig und -fähig zu sein, während die Alttiere gleichzeitig eine entsprechende Lehrbereitschaft zeigen. Nur so wird der Welpe zu einem vollwertigen Rudelmitglied und die Sippe kann weiter bestehen. Dieses Geben und Nehmen des Lernens, muss nun vom Menschen teilweise aufgefangen werden, also dem Züchter bzw. Besitzer, damit der Hund in unsere Gesellschaft aufgenommen wird.


Quellenangabe Texte zum Deutschen Boxer : https://www.facebook.com/boxer.isarloisach/
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